Bericht vom Regionalausschuss Billstedt am 7.10.2008


Billstedt wehrt sich. Download für Protestschreiben an die BSU

Das hatten die Politiker im Regionalausschuss Billstedt seit seinem Bestehen noch nicht gesehen. Mindestens 100 Billstedter Bürger nahmen am 7.10.2008 im Zuhörerbereich Platz, um sich den Bericht der Bestandsanalyse zur geplanten METHA-Schlick Deponie (METHA-Schlick ist Hafenschlick der in der METHA Anlage der HPA aufbereitet wurde) auf dem Altspülfeld Kirchsteinbek anzuhören, der von Vertretern der HPA vorgetragen wurde.

 

 

Was dann kam, war aber kein Bericht zur Bestandsanalyse sondern eher ein Bericht darüber, wie sich die HPA die zukünftige Gestaltung der METHA-Schlick Deponie auf dem Altspülfeld Kirchsteinbek vorstellt. Am Ende des Vortrags wurde dann auch die schon bekannte Notwendigkeit von ca. 60 Bohrungen auf dem Altspülfeld Kirchsteinbek angesprochen, um die Standfestigkeit und die Belastung des Geländes zu untersuchen. Das dabei ein „paar“ Bäume gefällt werden müssten, würde in der Natur der Sache liegen, da die Arbeiten ja mit schwerem Gerät durchgeführt würden. Die Abbildung gibt die Verteilung der geplanten Bohrlöcher wieder.

Bohrplan.jpg

 

 

Nach dem Vortrag wurden vom Vorsitzenden des Ausschusses sowohl Fragen von Ausschussmitgliedern als auch aus dem Publikum   zugelassen.

 

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Obwohl die HPA unter anderem die Prüfung von Alternativen als Bestandteil der Bestandsanalyse  aufführte und sogar der Schwarz-Grüne Koalitionsvertrag in diesem Zusammenhang zitiert wurde, ist  dieses Thema während des Vortrages nicht behandelt worden. Auch der Stand der Kartierung des Flora und Fauna Bestandes wurde als Teil der Bestandsanalyse erwähnt, aber eventuell vorliegende Ergebnisse wurden konsequent verschwiegen. Aus diesem Grund betraf ein großer Teil der Fragen die ernsthafte Prüfung von Alternativen zur geplanten METHA-Schlick Deponie. Eine schwammige Antwort zu diesem Thema wurde dann von den Vertretern der HPA erst nach einer erneuten eindringlichen Nachfrage durch einen Vertreter GAL Fraktion gegeben. In diesem Zusammenhang tauchte eine Liste mit alternativen Standorten wie zum Beispiel die Hummelsbüttler Feldmark als Folie auf. Eine klare und präzise Begründung z.B. in Form einer Tabelle warum diese Standorte nicht für eine METHA-Schlickdeponierung in Frage kommen, fand jedoch nicht statt.

 

Auch die Verwendung des METHA-Schlicks als Baumaterial für Deponieflächen wurde vom Publikum aufgeworfen, da der Vertreter der HPA stolz die Zertifizierung des METHA-Schlickabfalles als Baumaterial verkündete, um zu belegen wie harmlos diese Substanz doch eigentlich ist. Warum dieses hervorragende Baumaterial bei uns in Billstedt auf einer Deponie abgekippt werden soll, wurde wiederum nicht klar begründet. Viele präzise Fragen wurden an diesem Abend sowohl vom Publikum als auch von den Abgeordneten des Regionalausschusses gestellt. Das folgende gibt einen Teil dieser Fragen wieder:

 

  1. Wie viele Bäume sollen gefällt werden?
  2. Warum können die Untersuchungen aus den 80er und 90er Jahren über die geologische Beschaffenheit des Altspülfeldes nicht als Grundlage für die Bestandsanalyse dienen?
  3. Warum müssen die Bohrungen zu diesem Zeitpunkt durchgeführt werden?
  4. Gibt es die Gefahr eines Böschungsbruchs der Außenwälle ?
  5. Welche Ergebnisse bezüglich der Kartierung des Flora und Fauna Bestandes liegen vor?
 

 

….

Keine dieser Fragen wurde präzise beantwortet.

 

 

Eine der wenigen Fragen die klar beantwortet wurden, war die Frage nach der Genehmigung der Baumfällungen. Hier antwortete der Vertreter der HPA sinngemäß:

„Der Antrag wurde bei der BSU gestellt. Die BSU habe ihm in Aussicht gestellt, dass die Genehmigung mit Sicherheit erteilt wird.“

 

 

 

 

  Die meisten Billstedter Bürger verließen die Veranstaltung mit dem Gefühl, dass die HPA hier Tatsachen schaffen will. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig der HPA zu zeigen:

Billstedt wehrt sich. Download für Protestschreiben an die BSU

 

 

 

 
Letzte Aktualisierung ( Montag, 20. Oktober 2008 )