Obwohl
die HPA unter anderem die Prüfung von Alternativen als Bestandteil der Bestandsanalyse
aufführte und sogar der Schwarz-Grüne
Koalitionsvertrag in diesem Zusammenhang zitiert wurde, ist dieses Thema während des Vortrages nicht
behandelt worden. Auch der Stand der Kartierung des Flora und Fauna Bestandes
wurde als Teil der Bestandsanalyse erwähnt, aber eventuell vorliegende
Ergebnisse wurden konsequent verschwiegen. Aus diesem Grund betraf ein großer
Teil der Fragen die ernsthafte Prüfung von Alternativen zur geplanten
METHA-Schlick Deponie. Eine schwammige Antwort zu diesem Thema wurde dann von
den Vertretern der HPA erst nach einer erneuten eindringlichen Nachfrage durch
einen Vertreter GAL Fraktion gegeben. In diesem Zusammenhang tauchte eine Liste
mit alternativen Standorten wie zum Beispiel die Hummelsbüttler Feldmark als
Folie auf. Eine klare und präzise Begründung z.B. in Form einer Tabelle warum
diese Standorte nicht für eine METHA-Schlickdeponierung in Frage kommen, fand jedoch
nicht statt.
Auch
die Verwendung des METHA-Schlicks als Baumaterial für Deponieflächen wurde vom
Publikum aufgeworfen, da der Vertreter der HPA stolz die Zertifizierung des
METHA-Schlickabfalles als Baumaterial verkündete, um zu belegen wie harmlos
diese Substanz doch eigentlich ist. Warum dieses hervorragende Baumaterial bei
uns in Billstedt auf einer Deponie abgekippt werden soll, wurde wiederum nicht
klar begründet. Viele präzise Fragen wurden an diesem Abend sowohl vom Publikum
als auch von den Abgeordneten des Regionalausschusses gestellt. Das folgende
gibt einen Teil dieser Fragen wieder:
Wie viele Bäume sollen gefällt werden?
Warum können die Untersuchungen aus den 80er und
90er Jahren über die geologische Beschaffenheit des Altspülfeldes nicht
als Grundlage für die Bestandsanalyse dienen?
Warum müssen die Bohrungen zu diesem Zeitpunkt
durchgeführt werden?
Gibt es die Gefahr eines Böschungsbruchs der
Außenwälle ?
Welche Ergebnisse bezüglich der Kartierung des
Flora und Fauna Bestandes liegen vor?
….
Keine
dieser Fragen wurde präzise beantwortet.
Eine der wenigen Fragen die
klar beantwortet wurden, war die Frage nach der Genehmigung der Baumfällungen.
Hier antwortete der Vertreter der HPA sinngemäß:
„Der Antrag wurde bei der
BSU gestellt. Die BSU habe ihm in Aussicht gestellt, dass die Genehmigung mit
Sicherheit erteilt wird.“
Die meisten Billstedter Bürger verließen die
Veranstaltung mit dem Gefühl, dass die HPA hier Tatsachen schaffen will. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig der HPA zu zeigen:
Die HPA (die ehemalige Behörde für Strom- und Hafenbau) plant auf dem Altspülfeld Kirchsteinbek eine Schlickdeponie
einzurichten. Auf dieser Seite gibt es Informationen rund um das
Altspülfeld Kirchsteinbek.Sie soll dazu dienen, dass sich die Bürger
Billstedts eine Meinung zu diesem Thema bilden können.