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Herr
Herbert Bremer (Leiter Referat Bodenschutz/Altlasten der BSU) bestätigte die
Ausführungen von Herrn Prof. Miehlich und wies daraufhin, dass bei der aktuellen Nutzung (Brache) aus Gefahrenabwehrgründen keine
Sanierung notwendig ist. Die Schutz- und
Beschränkungsmaßnahmen (Betretungsverbot) und eine Grundwasserüberwachung sind
ausreichend. Vor Realisierung einer anderen Nutzung (z.B. Naherholung) wären
jedoch Rekultivierungs- oder weitere Sicherungsmaßnahmen (z.B. Abdeckung)
erforderlich. Das
ständige Grundwassermonitoring zeigt, das gegenwärtig kein akuter
Handlungsbedarf für eine Sanierung des Spülfeldes vorliegt. (Geändert am 20.10.2007 auf Wunsch der BSU)
Die ursprüngliche Textpassage lautete:
Herr Herbert Bremer (Leiter
Referat Bodenschutz/Altlasten der BSU) bestätigte die Ausführungen von Herrn
Prof. Miehlich und wies daraufhin, dass die Verwendung des Altspülfeldes als neue Schlickdeponie eine
vorherige Sanierung des Geländes zum Zwecke der Gefahrenabwehr zwingend
erforderlich mache. Eine Nutzung des Altspülfeldes als Naherholungsgebiet sei
zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausgeschlossen, aufgrund des hohen
Gefährdungspotentials dieses Geländes. Das ständige Grundwassermonitoring zeigt, das gegenwärtig kein
akuter Handlungsbedarf für eine Sanierung des Spülfeldes
vorliegt.
Bezirksamtsleiter
Markus Schreiber sagte klar und deutlich, dass der Bezirk Hamburg-Mitte die
Einrichtung einer neuen Schlickdeponie auf dem Altspülfeld ablehnt. Sowohl
Bezirksversammlung als auch der Ortsausschuss Billstedt/Horn haben sich gegen
die Errichtung einer Schlickdeponie auf dem Altspülfeld ausgesprochen.
Herr
Werner Dantziger (Sprecher des
Arbeitskreises Schlick von Wir für Billstedt) wies daraufhin, dass die geplante Schlickdeponie die
Lebensqualität aller Anwohner in Kirchsteinbek deutlich mindern wird.
Grundstücke, die von Anwohnern des Altspülfeldes in den letzten
Jahrzehnten erworben wurden, werden
ihren Wert verlieren mit der Aussicht auf eine Schlickdeponie. Im Unterschied
zu den Deponien Francop und Feldhofe grenzt die geplante Deponie an ein dicht
besiedeltes Gebiet.
Sowohl
Markus Schreiber als auch Werner Danziger wiesen daraufhin, dass das Ganze im
Widerspruch zum Konzept des Entwicklungsraumes Billstedt/Horn steht.
Nach
dieser Eingangsrunde, hatte Herr Glindemann von der HPA die Gelegenheit noch
einmal die Planungen bezüglich der Schlickdeponie Kirchsteinbek vorzustellen.
In
seinem Vortrag versicherte er mehrfach, wie viel gutes für Billstedt bei diesem
Projekt doch abfallen würde. Ein saniertes Altspülfeld mit einem
Naherholungsgebiet wäre doch das Ergebnis der Bemühungen der HPA. Dass dieses
Naherholungsgebiet erst in einer fernen Zukunft für die Billstedter zur
Verfügung stehen wird, wurde von ihm jedoch nicht direkt erwähnt. Stattdessen
wurde von ihm angekündigt, dass das Altspülfeld demnächst nicht mehr so frei
zugänglich sein soll, wie es gegenwärtig der Fall ist, damit eine Gefährdung
von Menschen in Zukunft ausgeschlossen ist.
Zur Demonstration welch hochwertiges Material,
der Abfall der METHA-Anlage darstellt, welcher ja auf dem Altspülfeld deponiert
werden soll, hatte die HPA drei Eimer mit diesem hochwertigen Material
mitgebracht. Es wurde darauf hingewiesen, dass dieses Material deutlich weniger
belastet ist, als der Schlick der auf dem Altspülfeld gelagert ist. Man vergaß
aber mal wieder zu sagen, dass dies immer noch so giftig ist, dass es wie
geplant in der neuen Deponie auf dem Altspülfeld eingelagert werden muss und
nicht ohne weiteres für beliebige Baumassnahmen verwendet werden kann. Obwohl
das Altspülfeld Kirchsteinbek zur Deponierung des METHA-Abfalls ja angeblich nur
eine Option ist, wurde auf Alternativen zu keinem Zeitpunkt des Vortrages und
auch während der Veranstaltung eingegangen. Die von der HPA verteilten
Hochglanzbroschüren und die Tatsache, dass die Rote Brücke schon für den zu
erwartenden LKW-Verkehr vorbereitet wurde, zeigen eigentlich, dass die
Planungen ziemlich sicher auf die Verwendung des Altspülfeldes als Deponiefläche
hinauslaufen sollen. (Siehe auch "Warum ich gegen den Schlickberg bin" von Werner Dantziger)
Während
des Vortrages von Herrn Glindemann hatten einige Billstedterinnen und
Billstedter Atemschutzmasken aufgesetzt, um ihrer Besorgnis bezüglich der
zukünftigen Umweltbelastungen während der Einlagerung des METHA-Abfalles auf
dem Altspülfeld zum Ausdruck zu bringen.
Im Anschluss nutzte das Publikum ausgiebig die Gelegenheit, die Podiumsteilnehmer zu befragen und auch kritische Kommentare abzugeben. Positiv
bleibt festzuhalten, dass sich alle Vertreter der größeren politischen Parteien
klar gegen die geplante Schlickdeponie aussprachen.
Am
Ende bleibt als Fazit festzuhalten:
Warum soll ausgerechnet Billstedt wieder so
ein „schönes“ Geschenk erhalten ?
Diese
Frage wurde leider nicht beantwortet.
Wolfgang Strauß
AK Schlick
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