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Bericht von der Podiumsdiskussion am 10.10. im Kulturpalast Billstedt
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Herr Herbert Bremer (Leiter Referat Bodenschutz/Altlasten der BSU) bestätigte die Ausführungen von Herrn Prof. Miehlich und wies daraufhin, dass bei der aktuellen Nutzung (Brache) aus Gefahrenabwehrgründen keine Sanierung notwendig ist. Die Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen (Betretungsverbot) und eine Grundwasserüberwachung sind ausreichend. Vor Realisierung einer anderen Nutzung (z.B. Naherholung) wären jedoch Rekultivierungs- oder weitere Sicherungsmaßnahmen (z.B. Abdeckung) erforderlich. Das ständige Grundwassermonitoring zeigt, das gegenwärtig kein akuter Handlungsbedarf für eine Sanierung des Spülfeldes vorliegt. (Geändert am 20.10.2007 auf Wunsch der BSU)

Die ursprüngliche Textpassage lautete:

Herr Herbert Bremer (Leiter Referat Bodenschutz/Altlasten der BSU) bestätigte die Ausführungen von Herrn Prof. Miehlich und wies daraufhin, dass die Verwendung des Altspülfeldes als neue Schlickdeponie eine vorherige Sanierung des Geländes zum Zwecke der Gefahrenabwehr zwingend erforderlich mache. Eine Nutzung des Altspülfeldes als Naherholungsgebiet sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausgeschlossen, aufgrund des hohen Gefährdungspotentials dieses Geländes. Das ständige Grundwassermonitoring zeigt, das gegenwärtig kein akuter Handlungsbedarf für eine Sanierung des Spülfeldes vorliegt.
 

Bezirksamtsleiter Markus Schreiber sagte klar und deutlich, dass der Bezirk Hamburg-Mitte die Einrichtung einer neuen Schlickdeponie auf dem Altspülfeld ablehnt. Sowohl Bezirksversammlung als auch der Ortsausschuss Billstedt/Horn haben sich gegen die Errichtung einer Schlickdeponie auf dem Altspülfeld ausgesprochen.

 

Herr Werner Dantziger   (Sprecher des Arbeitskreises Schlick von Wir für Billstedt) wies daraufhin, dass die geplante Schlickdeponie die Lebensqualität aller Anwohner in Kirchsteinbek deutlich mindern wird. Grundstücke, die von Anwohnern des Altspülfeldes in den letzten Jahrzehnten  erworben wurden, werden ihren Wert verlieren mit der Aussicht auf eine Schlickdeponie. Im Unterschied zu den Deponien Francop und Feldhofe grenzt die geplante Deponie an ein dicht besiedeltes Gebiet.

 

Sowohl Markus Schreiber als auch Werner Danziger wiesen daraufhin, dass das Ganze im Widerspruch zum Konzept des Entwicklungsraumes Billstedt/Horn steht.

 

Nach dieser Eingangsrunde, hatte Herr Glindemann von der HPA die Gelegenheit noch einmal die Planungen bezüglich der Schlickdeponie Kirchsteinbek vorzustellen.

In seinem Vortrag versicherte er mehrfach, wie viel gutes für Billstedt bei diesem Projekt doch abfallen würde. Ein saniertes Altspülfeld mit einem Naherholungsgebiet wäre doch das Ergebnis der Bemühungen der HPA. Dass dieses Naherholungsgebiet  erst in einer fernen Zukunft für die Billstedter zur Verfügung stehen wird, wurde von ihm jedoch nicht direkt erwähnt. Stattdessen wurde von ihm angekündigt, dass das Altspülfeld demnächst nicht mehr so frei zugänglich sein soll, wie es gegenwärtig der Fall ist, damit eine Gefährdung von Menschen in Zukunft ausgeschlossen ist.

 

   Zur Demonstration welch hochwertiges Material, der Abfall der METHA-Anlage darstellt, welcher ja auf dem Altspülfeld deponiert werden soll, hatte die HPA drei Eimer mit diesem hochwertigen Material mitgebracht. Es wurde darauf hingewiesen, dass dieses Material deutlich weniger belastet ist, als der Schlick der auf dem Altspülfeld gelagert ist. Man vergaß aber mal wieder zu sagen, dass dies immer noch so giftig ist, dass es wie geplant in der neuen Deponie auf dem Altspülfeld eingelagert werden muss und nicht ohne weiteres für beliebige Baumassnahmen verwendet werden kann. Obwohl das Altspülfeld Kirchsteinbek zur Deponierung des METHA-Abfalls ja angeblich nur eine Option ist, wurde auf Alternativen zu keinem Zeitpunkt des Vortrages und auch während der Veranstaltung eingegangen. Die von der HPA verteilten Hochglanzbroschüren und die Tatsache, dass die Rote Brücke schon für den zu erwartenden LKW-Verkehr vorbereitet wurde, zeigen eigentlich, dass die Planungen ziemlich sicher auf die Verwendung des Altspülfeldes als Deponiefläche hinauslaufen sollen. (Siehe auch "Warum ich gegen den Schlickberg bin" von Werner Dantziger)

 

Während des Vortrages von Herrn Glindemann hatten einige Billstedterinnen und Billstedter Atemschutzmasken aufgesetzt, um ihrer Besorgnis bezüglich der zukünftigen Umweltbelastungen während der Einlagerung des METHA-Abfalles auf dem Altspülfeld zum Ausdruck zu bringen.

 

podium2.jpgIm Anschluss nutzte das Publikum ausgiebig die Gelegenheit, die Podiumsteilnehmer zu befragen und auch kritische Kommentare abzugeben. Positiv bleibt festzuhalten, dass sich alle Vertreter der größeren politischen Parteien klar gegen die geplante Schlickdeponie aussprachen.

 

 Am Ende bleibt als Fazit festzuhalten:

 Warum soll ausgerechnet Billstedt wieder so ein „schönes“ Geschenk erhalten ?

Diese Frage wurde leider nicht beantwortet.

 

Wolfgang Strauß

AK Schlick
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 13. November 2007 )
 
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