|
Seite 2 von 3
Herr
Heinz Glindemann (HPA, Leiter Strombau) zeigte sich erfreut am großen Interesse
an der Veranstaltung und wies daraufhin, dass die HPA noch keine konkreten
Pläne bezüglich einer Schlickdeponie auf dem Altspülfeld Kirchsteinbek habe.
Diese würde zum gegenwärtigen Zeitpunkt lediglich eine mögliche Option
darstellen.
Frau
Maren Jonseck-Ohrt (BUND Hamburg) wies
auf die Altlast des Altspülfeldes Kirchsteinbek
und die Gefahr hin, die für das
Grundwasser und die umliegenden Gewässer bestünde, wenn eines Tages begonnen
wird, einen bis zu 28 m hohen Schlickberg auf dem Altspülfeld aufzuschütten.
Die Tatsache, dass das Gebiet des Altspülfeldes Teil eines
Landschaftsschutzgebietes ist und gegenwärtig eine schützenswerte Tier und
Pflanzenwelt auf diesem Gelände vorhanden ist, sind weitere Argumente gegen die
Einrichtung einer Schlickdeponie.
Herr
Prof. Dr. Günther Miehlich (Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg) präsentierte
alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die über das Altspülfeld Kirchsteinbek
gegenwärtig vorliegen und stellte folgende Prognose:
• Die geplante
Schlickdeponie behebt das Problem kontaminierter oberflächennaher Sedimente
• Auf längere
Sicht vermindert die geplante Schlickdeponie die Aussickerung kontaminierter
Sickerwässer. Es ist aber während und einige Zeit nach dem Bau mit einer
Aussickerung von Porenwasser durch die Auflast zu rechnen.
• Die Einrichtung
der Deponie scheint mir ohne eine erhebliche Verbesserung der Standfestigkeit
des bestehenden Spülfeldes nicht möglich.
• Die Entfernung
der bestehenden Vegetation stellt einen
Eingriff im Sinne des Naturschutzgesetzes dar. Angesichts der langen Bauzeit
scheint mir die frühzeitige Durchführung von Ersatzmaßnahmen erforderlich.
Neben Maßnahmen in Billstedt eignen sich das nahe gelegene Naturschutzgebiet
Boberger Niederung in besonderem Maße dafür.
|