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Bericht von der Podiumsdiskussion am 10.10. im Kulturpalast Billstedt
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Herr Heinz Glindemann (HPA, Leiter Strombau) zeigte sich erfreut am großen Interesse an der Veranstaltung und wies daraufhin, dass die HPA noch keine konkreten Pläne bezüglich einer Schlickdeponie auf dem Altspülfeld Kirchsteinbek habe. Diese würde zum gegenwärtigen Zeitpunkt lediglich eine mögliche Option darstellen.

 

Frau Maren Jonseck-Ohrt  (BUND Hamburg) wies auf die Altlast des Altspülfeldes Kirchsteinbek  und  die Gefahr hin, die für das Grundwasser und die umliegenden Gewässer bestünde, wenn eines Tages begonnen wird, einen bis zu 28 m hohen Schlickberg auf dem Altspülfeld aufzuschütten. Die Tatsache, dass das Gebiet des Altspülfeldes Teil eines Landschaftsschutzgebietes ist und gegenwärtig eine schützenswerte Tier und Pflanzenwelt auf diesem Gelände vorhanden ist, sind weitere Argumente gegen die Einrichtung einer Schlickdeponie.

 

Herr Prof. Dr. Günther Miehlich (Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg) präsentierte alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die über das Altspülfeld Kirchsteinbek gegenwärtig vorliegen und stellte folgende Prognose:

 

  Die geplante Schlickdeponie behebt das Problem kontaminierter oberflächennaher Sedimente

  Auf längere Sicht vermindert die geplante Schlickdeponie die Aussickerung kontaminierter Sickerwässer. Es ist aber während und einige Zeit nach dem Bau mit einer Aussickerung von Porenwasser durch die Auflast zu rechnen.

    Die Einrichtung der Deponie scheint mir ohne eine erhebliche Verbesserung der Standfestigkeit des bestehenden Spülfeldes nicht möglich.

  Die Entfernung der bestehenden Vegetation stellt  einen Eingriff im Sinne des Naturschutzgesetzes dar. Angesichts der langen Bauzeit scheint mir die frühzeitige Durchführung von Ersatzmaßnahmen erforderlich. Neben Maßnahmen in Billstedt eignen sich das nahe gelegene Naturschutzgebiet Boberger Niederung in besonderem Maße dafür.



Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 13. November 2007 )
 
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