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Artikel aus Billstedter Wochenblatt Oktober 2006 von Claudia Deppermann
Neue Ideen für das Spülfeld Kirchsteinbek
Billstedt (cd) - Die Ankündigung, dass zwei Vertreter der
Hamburg Port Authority HPAein Konzept zur künftigen Nutzung des Altspülfeldes
Kirchsteinbek vorstellen wollen, löste bei den Mitgliedern und Gästen des Ortsausschusses
Billstedt zunächst freudige Erwartungen aus. Denn schon oft wurde auf
lokalpolitischer Ebene diskutiert, die Fläche zwischen B5, A1, Bille und Rote
Brücke, auf der von 1959 bis 1982 belastetes Elbsediment abgeladen wurde, als
Freizeitpark umzugestalten. Die „Ideenskizze" der HPA löste bei den anwesenden
Bürgern jedoch eher Entsetzen aus.
Weil die Stadt Hamburg ein zunehmendes Problem mit dem
Erhalt Wassertiefe im Hafen hat, werden jährlich bis zu 1,4 Millionen
Kubikmeter Schlick aus der Elbe gebaggert. Auf Trocknungsfeldern oder in der
Großanlage METHA (Mechanische Trennung von Hafensedimenten) wird der
schadstoffbelastet Schlick von unbelastetem Sand getrennt und entwässert.
Während der Sand als Baustoff oder Dichtungsmaterial eingesetzt wird, muss der
Schlick an Land deponiert werden. Seit den 1980'er Jahren ist bekannt, dass sich
im Sediment giftige Stoffe wie Arsen, Blei, Cadmium, Kupfer, Quecksilber, Zink,
Dioxine und Tributylzinn befinden. Der Schlick muss deshalb gesichert untergebracht
werden, damit die Schadstoffe nicht ins Grundwasser gelangen. Die bestehenden
Deponien Feldhofe und Francop können jährlich rund 600.000 Kubikmeter
aufnehmen, jedoch sind die Kapazitäten endlich. Während das ehemalige
Altspülfeld Francop bis zum Jahr 2012 voll sein wird, kann die Deponie Feldhofe
noch bis zum Jahr 2022 beladen werden. Dann werden auf beiden Deponien
Sedimentberge in der maximalen Belastungshöhe von 38 Metern stehen. Nach
Fertigstellung werden die Deponien abgedichtet und begrünt, so dass sie schätzungsweise
20 Jahre nach Beginn der Maßnahme als Freizeitfläche zur Verfügung stehen.
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